12. Jahrh. Bis zu dieser Zeit ist der Standort der Fleischbank vorwiegend um den Steinweg. 13. Jahrh. Während dieser Epoche, bis weit in das 14. Jahrhundert hinein, ist die Mitte und die Westseite des Heumarktes zwischen Unter Hutmachern und Wahlengasse der Standort für zahlreiche Fleischbänke, die zum Teil gegen Wetter geschütz und nach Fleischsorten aufgeteilt sind. Nach Norden schließen sich daran die Schmalzbänke an. 1260 Zu Ostern kommt es zwischen den Fleischern als Vertreter der aufstrebenden Handwerkerschaft und den Patriziern zu blutigen Auseinandersetzungen um die Macht. 13. Jahrh. Urkundlich erwähnt sind private Metzgerhäuser mit dahinterliegenden kleinen Schlachthäusern und zwar in der Antoniterstraße, in der Blindgasse und in der Langgasse. 1336 Aus hygienischen Gründen wird den Metzgern vom Rat bei strenger Strafe verboten, weiterhin Tierblut und Unflat aud die Straße zu schütten. 1348 Wegen der vom Rat angeordneten neuen Fleischverkaufsweise nach Gramm und Kilo kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den Metzgern und dem Rat. Das Ergebnis: Am 21. November löst die Stadt die Fleischerkorporation auf, Gleichzeitig gestattet der Rat ab sofort jedem Metzger jegliches Fleisch zu verkaufen, wodurch die alte Trennung in Ochsen-, Schweine-, Hammel-Metzger usw. - wenn auch nur vorübergehend - aufgehoben wird. 1372 An der Stelle des ehemaligen Zunftshauses der Weber am Neumarkt wird eine Fleischhalle gebaut. Sie ist mit Gemälden versehen und besitzt eine Christophorusstatue. Diese Halle erhält im 15. Jahrh. über dem Tor eine volkstümliche Gruppenplastik, auf der links ein stehender Mann, in der Mitte ein von einem Mann geführtes Rind, rechts ein stehender Mann mit einem Messer und eine sitzende Frau zu sehen ist (siehe unser Bild). Diese HAlle dient noch bis 1890 ihrem Zweck. Erst 1903 wird sie abgerissen. 1396 Die Zünfte bezwingen in einer unblutigen Revolution die Patrizier. Die Macht in Köln geht von den 22 Zunftvereinigungen, den Gaffeln, die als demokratisches Grundgesetz einen sogenannten Verbundbrief unterzeichnen. Eine der 22 Gaffeln ist die der Metzger. 14./15. Jahrh. Um die Wende zum 15. Jahrhundert wird in Köln der Schlachthauszwang eingeführt.  1426 Die Metzger erwerben ein eigenes Zunfthaus und zwar die nach der Geyrgasse hin gelegene Hälfte des Hauses zum Stern,  1695 Um Preistreibereien zu steuern, gestattet der Rat vorübergehend jedermann, an den Samstagen Fleisch zu verkaufen. 1794 Am 6. Oktober rückt die französische Revolutionsarmee in Köln ein. Die Folge ist u.a. eine Auflösung der Zünfte sowie die Abschaffung von Steuern auf Konsumgütern. Das Zunfthaus der Metzger erhält französische Einquartierung, wird später geplündert und zuguterletzt versteigert. Die Gewerbefreiheit wird eingeführt. 1826 Das zuständige preußische Ministerium, dem Köln mitlerweile unterstellt ist, hebt den Schlachthauszwang grundsätzlich wieder auf. Medizinische und sozialhygienische Erkenntnisse führen später jedoch wieder zu einem Schlachthauszwang.  1869 Gründung der Cölner-Metzger-Innung am 13. Oktober. 1877 Peter Josef Prior wird als Vorsitzender an die Spitze der Cölner-Metzger-Innung berufen. 1884 Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wird am 6. November im Dom "Die große Fahne" geweiht. 1885 Um diese Zeit sind die Fleischer-Läden sonn- und werktags von etwa 6.00 Uhr bis abends 10.30 Uhr geöffnet. 1887 Gründung der Häuteverwertung. 1891 Freie Vereinigung Mülheimer Metzger gegründet. 1895 Ende März tritt Meister Jean Klein, der als erster den Titel Oberbürgermeister geführt hat, von seinem Amt zurück. Als Nachfolger wählt die Versammlung Jean Hertel. Am 1. Juni findet die festliche Einweihung des Schlachthofes in Ehrenfeld statt. 1898 Gründung einer Fleischer-Innung in Kalk mit Ferdinand Lamertz als OM. 1901 Am 2. Oktober beschließt Köln linksrh. mit allen gegen eine Stimme die Auflösung der gemeinsamen Innung. Das Vermögen wird in zwei gleiche Teile geteilt und an die Ochsen- und an die Schweinemetzger-Innung gegeben. An die Spitze der neuen Ochsenmetzger-Innung wird Jean Geuer gewählt. Wilhelm Windscheif wird OM der Schweine-Metzger.  1907 Im Börsensaal des Schlachthofes findet am 18. April die 100. Häuteauktion statt. 1913 Ferdinand Lamertz wird an die Spitze des Deutschen Fleischerverbandes berufen, an der er bis 1934 sehr erfolgreich wirkte. 1914 Am 1. August Ausbruch des I. Weltkrieges mit folgender Zwangsbewirtschaftung. 1917/18 Angesichts der spärlichen Fleischzuteilungen an die hungernde Bevölkerung liegt auch das Fleischerhandwerk am Boden. 1924 Die Schweinemetzger-Innung errichtet eine eigene Geschäftsstelle mit dem jungen Dr. Albert Lotz als Geschäftsführer. 1925 Gründung der Schlachtvieh-Versicherung. 1928 Am 15. August finden im Ehrenfelder Schlachthof die ersten Versuche elektrischer Schlachtviehbetäubung statt. 1933 Im März wird im Zuge des NS-Gleichschaltungsbefehls die Mehrheit des Vorstandes abgesetzt. 1934 Am 1. Oktober wird die Fleischer-Pflicht-Innung durchgesetzt, in der Köln rechts und Köln links verschmelzen. 1938 Die Innung erwirbt ein neues Gebäude direkt gegenüber dem Schlachthof in Ehrenfeld, Liebigstraße 161/63. Die Fleischer-Einkaufs- und Verkaufs-Genossenschaft wird ins Leben gerufen. 1943 Am 8. JUli wird das Innungsgebäude total ausgebombt. 1945 Einmarsch der US-Truppen am 6. März. Zahl der in Köln verbliebenen Bevölkerung etwa 30.000 Personen; lediglich 86 mehr oder weniger stark lädierte Metzgereien bestanden noch. Auf Anweisung der Besatzungsmacht am 18. März Berufung eines neuen Vorstandes mit Werner Stieldorf als Obermeister. Zusammenschluß der beiden Innungen Kalk und Mülheim zu einer eigenen Innung Köln rechtsrheinisch.  1948 Am 20. Juni Währungsreform. 1949 Vorwiegend aufgrund Kölner Aktivitäten werden am 10. November die Preise für Schweine- und Hammelfleisch aus der straffen Preisüberwachung herausgenommen. 1950 Im Februar Aufhebung der Rationierung. Beginn der Freien Marktwirtschaft. 1965 Deutscher Fleischerverbandstag in Köln mit IFFA. 1969 Vereinigung der beiden Kölner Innungen.
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